Das Innovationsprojekt Gartengestaltung wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert.

Hintergrund

Der Thomashof liegt mitten in Klein-Mutz, einem typischen brandenburgischen Angerdorf mit vielen gut erhaltenen großen Höfen. Seit jeher war es ein Bauerndorf, in dem Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde. Der große Garten hinter dem Hofensemble wurde von alters her als Gemüsegarten und Streuobstwiese genutzt. Um unser Dorf herum werden große Flächen mit Getreide, Raps und Mais bestellt oder als Grünflächen genutzt, um Heu für die Tiere zu gewinnen.

Heute beherbergt der Thomashof Gäste, die die Ursprünglichkeit des Hofes und die Romantik des Landlebens bewusst suchen. Es kommen viele Familien mit Kindern, die gerne bewusst konsumieren möchten und gezielt nach nachhaltigen und regionalen Lebensmitteln suchen. Speziell unsere Feriengäste aus den Szene-Bezirken Berlins sind zumeist anspruchsvolle Familien, die eine professionelle Gastronomie gewöhnt sind, hochwertige Lebensmittel schätzen und eine unkomplizierte Grundversorgung während ihres Aufenthaltes entgegennehmen.

Die Einheimischen sind ebenfalls dankbar über regional hergestellte Lebensmittel, sowie Obst und Gemüse aus Nachbars Garten. Denn in der näheren Umgebung gibt es zwar Möglichkeiten, Fleisch und Milchprodukte von regionalen Landwirten der Gegend zu erwerben. Doch die Versorgung an frischem Obst und Gemüse begrenzt sich auf sehr wenige Direktvermarkter. Auf die Autofahrt zum großen Discounter kann in Klein-Mutz bisher niemand verzichten.

Auf dem Weg zum Selbstversorger-Hof

Um der Strukturschwäche unserer Region entgegenzuwirken und unser Angebot zu erweitern, möchten wir die Idee des Selbstversorgerhofes wiederbeleben. Denn zu früheren Zeiten war es ganz normal, dass man auf einem Bauernhof von den selbsterzeugten Produkten lebte und die Ernährung sich nach den Jahreszeiten richtete. Wir denken, jetzt ist die Zeit gekommen, wieder mehr Diversität in den ländlichen Raum zu bringen, ökologisch und nachhaltig zu wirtschaften und eine vorbildliche und erlebbare Landwirtschaft in Klein- Mutz aufzubauen. Um diese Ziele zu erreichen, möchten wir einen Garten anlegen, der nach den Prinzipien der Permakultur aufgebaut und bewirtschaftet wird. Es sollen Gemüsebeete, Blumenwiesen, Kräuterbeete sowie ein Gewächshaus entstehen. Die bestehende Streuobstwiese soll um regionale Raritäten erweitert werden.

Ausblick

Der professionelle Anbau im Sinne der Permakultur, die behutsame Ernte und liebevolle Verarbeitung der jährlichen Ernte erweitert und spezialisiert das Angebot des Thomashofs. Denn Gemüse, Obst und Kräuter wollen eingefahren, verarbeitet und angeboten werden.

So finden Kunden im Hofcafé und -laden neben frischem Gemüse und Obst auch ein kleines Sortiment an selbst gemachten Säften, Marmeladen, Kompott und Tees. Sortenreiner Apfelsaft vom hofeigenen Danziger Kantapfel, beerige Fruchtaufstriche, süßer Quittenlikör oder hochwertiges Walnussöl vom alten Walnussbaum werden gerne zum Verzehr oder als Geschenk für die Liebsten eingekauft.

Besuchende des Cafés erfreuen sich an frisch gebackenem Apfelkuchen, knackigen Wildkräuter-Salaten, nährenden Suppen und saisonalen Köstlichkeiten, die direkt aus unserem Garten entstammen.

Durch die Anlage eines Gartens nach den Prinzipien der Permakultur können wir Lebensmittel produzieren, die direkt vor Ort verbraucht werden. Das bedeutet auch keine Transportwege, kein Verpackungsabfall. Das ist ganz praktischer Umweltschutz. Die bunte Vielfalt der Pflanzen belebt die Umwelt und bietet auch den Wildtieren und den Bienen gute Lebensbedingungen. Diese Entwicklung auch für Andere erlebbar zu machen, das ist uns ein Anliegen. Denn Umweltschutz und Naturschutz geht uns alle an.

Förderung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF)

Unser Projekt ist ESF-gefördert. Mit dem Förderprogramm Brandenburger Innovationsfachkräfte (2019- 2022) beschäftigen wir einen Werkstudierenden im Rahmen eines betrieblichen Innovationsprojektes. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung. Er fördert Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, unterstützt die Menschen beim Zugang zu besseren Arbeitsplätzen und bei der beruflichen Bildung und Qualifizierung.

Weiterführende Links:

www.esf.brandenburg.de
www.ec.europa.eu